10 Dinge und Orte, die dich von dir selbst fernhalten

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Falls du dich schon mal gefragt hast, warum du eigentlich gar nicht so richtig weißt, was dir im Leben wirklich wichtig ist und wie du zu dir selber finden kannst, dann findest du in diesem Artikel mit Sicherheit mindestens eine passende Antwort für dich. Lass uns mal 10 Dinge anschauen, die dich meilenweit von dir selbst und deinem EchtIchGefühl fernhalten.

Ich möchte hier aber betonen: Die Reihenfolge dieser Dinge hat keine Relevanz. Die ist zufällig entstanden. Fühl dich frei, sie für dich in eine Reihenfolge zu bringen.

1. Einkaufsstraßen

Warum das der erste Punkt auf meiner Liste ist, kann ich dir leicht erklären: Ich bin neulich mal wieder durch eine Einkaufsstraße gelaufen und habe mich so dermaßen bedrückt und unwohl gefühlt, dass die Einkaufsstraßen meine erste Eingebung auf meiner 10-Dinge-Liste wurden.

Ich würde einiges darauf wetten, dass du keine leidenschaftliche Einkaufsstraßen-Shopperin bist. Und falls doch, kann ich dir nur unbedingt raten, dir andere Hobbys zuzulegen. Nicht, weil ich was dagegen habe, dass du dir ab und an mal was Schönes zulegst. Ich lasse mich auch allzu gerne verführen von einem schönen Pulli oder schicken Stiefeln… Hey, ich bin auch nur eine Frau 😉

Nee, aber mal im Ernst…eine Einkaufsstraße oder – noch schlimmer – eine Shopping-Mall sind in Sachen Selbstfindung und Erschaffung eines inneren Hafens Orte direkt aus der Hölle!

Ich glaube leider, dass wir ohnehin im Konsum sehr in die Unbewusstheit gehen. Das heißt, ein Ort, der ausschließlich zum Konsumieren erschaffen wurde, lädt also auch ausschließlich zu genau dieser Unbewusstheit ein.

Wenn dir das als Grund nicht reicht, nimm die Menschenmassen, die Lautstärke, das künstliche grelle Licht, die Mischung aus Parfüm, Schweiß, Abgasen, Hundescheiße, Brötchen, Bratwurst und Kaffee, die deine Nase streichelt – wirklich zum Abgewöhnen…oder aber auch die latente Stress-Stimmung, die in der Luft liegt.

Wenn du also, so wie ich, zu den Frauen zählst, die früher gerne mal bummeln gegangen sind, dann kann ich nur sagen: Seit ich die Orte, an denen ich mich so rumtreibe, bewusster und gezielter auswähle, gebe ich erstens weniger Geld aus (ein wahnsinnig großer Pluspunkt, wenn du mich fragst) und lasse mich zweitens viel weniger mitreißen von der merkwürdigen Stimmung, die an solch künstlichen Orten oft herrscht.

Das Wort „echt“ in EchtIchGefühl soll hier ruhig wörtlich genommen werden. Ich plädiere für mehr Echtheit in unser beider Leben!

2. Netflix ist nicht dein Freund

Okay, ich weiß, dieses Pflaster tut weh. Ich reiße es schnell und ruckartig ab: Netflix ist nicht dein Freund! Na gut, auf gewisse Weise schon. Es ist deine „Ich-hab-eine-Schulter-zum-Ausheulen-und-Eis-im-Tiefkühler“-BFF. Abschalten, Rumgammeln, sich berieseln lassen…dafür ist Netflix super – bitte ersetze hier Netflix durch den Streaming-Dienst deiner Wahl oder wenn du oldschool bist und ein Regal voller DVD’s Zuhause rumstehen hast, dann nimm das.

Aber, meine Liebe, Netflix ist nicht nur ein riesiger Zeitfresser, es verkalkt auch deine inneren Kanäle. Anstatt also deinen vollen Kopf, deine angespannten Nervenbahnen und deine kreativen und sinnlichen Energiekanäle mal so richtig freizupusten, schiebst du kontinuierlich Sand dort rein und damit auch ins Getriebe. Denn Filme, Serien, Computerspiele und dergleichen kreieren nicht nur Geschichten fremder Menschen – du beschäftigst dich dann demnach nicht mit dir und deinem Leben, sondern mit den fiktiven Personen auf dem Bildschirm. Obendrein erzeugen sie auch Gefühle. Das ist ja auch Sinn und Zweck solcher Medien. Und hier wird’s knifflig.

Denn, wenn du dich dir selbst, deinen Zielen und deinem inneren Hafen widmen möchtest, dann brauchst du Zugang zu DEINEN Gefühlen.

Ich spreche hier übrigens aus Erfahrung. Ich habe immer mal wieder Phasen – die jetzt hoffentlich für immer vorbei sind *räusper* -, in denen ich mich liebend gerne volldudeln lasse – und dann am besten direkt jeden Abend. Ich weiß daher aber auch, dass das die Phasen sind, in denen ich nicht so richtig bei mir bin und irgendwie auch nicht in meiner Schaffens-Energie. Für mich schließen sich diese beiden Sachen einfach aus.

Hier gilt also definitiv – wie wahrscheinlich für alle Punkte, die ich hier aufliste: Die Dosis macht das Gift!

3. Nachrichten sind absolute „Downer“!

Dieser Punkt ist vielleicht nicht ganz so offensichtlich und leicht umsetzbar, wie die ersten beiden. Ich spreche mich dafür aus, weniger Nachrichten zu gucken. Und zwar keine Whatsapp-Nachrichten, sondern richtige Nachrichten. Also Weltgeschehen und so…

Ich hab selber viele, viele Jahre gedacht, dass es totaaal wichtig ist, informiert zu bleiben. Und klar ergibt es schon Sinn, ein bisschen mitzukriegen, was da draußen so los ist.

Aber hast du dir Nachrichten schon mal auf der Metaperspektive angeschaut oder angehört? Also, mal nicht auf dem Sachohr hingehört, sondern eher mal darauf geachtet, was in dir getriggert wird? Welche Emotion angepikst wird? Falls nicht, mach das unbedingt mal!

Ich gebe mal eine Schätzung ab: Ich würde sagen, in 90% der Fälle, wird dein und mein Stresssystem angesprochen.

Nachrichten wecken Interesse, wenn sie skandalös, dramatisch und furchterregend sind. Erst recht, wenn es darum geht, nicht nur deine und meine Aufmerksamkeit zu bekommen, sondern möglichst die von ganz vielen Menschen, dann braucht es Emotionen. Und weißt du, was ich glaube: Wir alle sind viel schneller emotional anzupiksen mit negativen Informationen als mit positiven.

Mal ein banales Beispiel: Wie sehr freust du dich, wenn du den Bus gerade noch erwischst? Und wie sehr ärgerst du dich, wenn du zum Bus sprintest und die Türen sich so knapp vor deiner Nasenspitze schließen, dass du den Windhauch noch fühlen kannst? *gedanklich-mit-dem-Fuß-auf-den-Boden-stampf*

Wir sind einfach auf dem Negativ-Ohr schneller zu kriegen. Nicht umsonst sind Dankbarkeits-Übungen so ein Erfolg.

Evolutionär betrachtet ergibt das wahrscheinlich sogar Sinn. Wenn da irgendwo eine Gefahr gelauert hat oder ein großes Unwetter bevorstand, dann waren das Dinge, auf die wir blitzschnell reagieren mussten. Um unser Leben zu retten.

So erkläre ich mir das zumindest. Also, warum wir oftmals so viel stärker auf negative Informationen, also vermeintliche Gefahren und Probleme, reagieren.

Wenn du deine Gedanken- und Gefühlswelt besser im Griff haben willst und nach deinem inneren Wohlgefühl strebst, dann führt aus meiner Sicht kein Weg daran vorbei, den Draht zur sensationsgefilterten Außenwelt zu kappen. Zumindest von Zeit zu Zeit.

Probier‘ am besten aus, in welcher Dosis du die Dramen der Welt ganz gut aushalten und auch schnell wieder abschütteln kannst.

4. Energiesauger-Menschen

Kennst du Menschen, die dich total leer zurücklassen?

Ich nenne solche Menschen Energiesauger-Menschen. Also, Personen, die so sehr von deinen Gedanken und Gefühlen speisen, dass du nach einem solchen Treffen ausgebrannt und müde bist.

Ich glaube, dass du diese Menschen loslassen musst, um besser zu dir selbst zu finden.

Deine Zeit und Energie sind nicht nur für andere Menschen das Wertvollste, das du ihnen geben kannst, sondern vor allem auch für dich selbst.

Energiesauger-Menschen haben eine enorme Bedürftigkeit. Meistens aber über das normale Maß hinaus. Weil klar, wir alle brauchen mal Liebe, jemanden zum Zuhören oder einen Ratgeber. Hier spreche ich aber eher von Personen, die so viel davon brauchen, dass das ein einzelner Mensch gar nicht alles geben kann. Wie ein Fass ohne Boden, in das du so viel Liebe schütten kannst, wie du willst. Es kann niemals genug sein.

Um für dich ein gutes Maß an Selbstfürsorge und gleichzeitig Hilfe für Andere zu finden, musst du zuerst einmal Energiesauger als solche identifizieren … und dann ziehen lassen.

5. Dein Handy als Zeitdieb

Okay, der Punkt ist wahrscheinlich keine Überraschung und wir können ihn daher auch kurz und knackig halten:

Dein Handy ist nicht nur einer deiner größten Zeitfresser, es lässt dich auch als sanfte Strömung immer weiter vom Ufer deiner Bewusstheit wegtreiben.

Hallo Procrastination, Rumgedaddel und Rumgetippe…Ja, ihr seid gemeint!

Dein Weg zu dir selbst führt also ganz ohne Zweifel vorbei – oder besser mitten durch – handyfreie Zonen und Zeiten!

Selbstentdeckung

6. Sag der „Drama-Queen“ in dir lebewohl!

Dieser Punkt passt ziemlich gut zu dem Nachrichten-Argument von eben. Ich habe mal ein sehr gutes Zitat irgendwo aufgeschnappt – leider weiß ich nicht mehr wo:

„Unser Geist sucht immer nach einem Problem, an dem er sich abarbeiten kann“

Ich finde, das stimmt total! Ich hab mich dann mal selbst beobachtet und – Wahnsinn! – mein Kopf hat echt, kaum, dass ein Problem gelöst oder beseitigt war, sofort den nächsten Aufreger bearbeitet.

Da reicht dann schon sowas wie: Die unfreundliche Kassiererin, die mich anpöbelt, ob ich nicht passend zahlen kann. Schnell abgelöst von einer Freundin, die mir eine total blöde Nachricht schreibt. Ooder auch der Paketbote, der mein Paket einfach zur nächsten Poststelle bringt, obwohl ich doch Zuhause war. An Möglichkeiten mangelt es auf jeden Fall nicht, diesem Prinzip – also der Suche nach dem nächsten Aufreger – zu folgen.

Umso wichtiger ist es, dass wir Mechanismen finden, mit denen wir uns selbst aus dieser Spirale immer wieder rausholen können.

Ich finde zum Beispiel, Spaziergänge helfen da total. Oder auch ein Treffen mit einer lieben Person, mit der man sich positiv und anregend austauschen kann. Manchmal reicht es auch schon aus, im Geiste zwei Schritte zurückzutreten, tief durchzuatmen und dadurch einen anderen Blick auf die Situation zu bekommen.

Ich glaube daher aber auch, dass es extrem wichtig ist, dass wir uns weitestgehend aus Dramen und Konflikten raushalten bzw. diese meiden. Natürlich geht das nur, wenn wir nicht direkt betroffen sind. Es geht dabei also um Streitigkeiten, die unsere Freunde und Bekannte austragen.

Vielleicht kennst du das auch: Jemand erzählt dir eine Geschichte, über die er oder sie sich gerade extrem ärgert und du bist so empathisch und mitfühlend, dass dich diese Geschichte auch sofort kriegt. Du ärgerst dich mit dieser Person, wirst auch emotional, bist vielleicht auch verärgert über das Verhalten der anderen Person in dem Konflikt.

ABER: Das ist nicht deine Baustelle und sollte es auch nicht sein.

Natürlich ist es schön, wenn du einer guten Freundin ein Ohr schenkst. Wichtig ist aber, dabei deine eigenen Gedanken und Gefühle zu beobachten. Und dich immer wieder daran zu erinnern, eine gewisse innere Distanz zu behalten.

Denn, indem du dich emotional tiefer auf das Erzählte einlässt und vielleicht sogar die Emotionen übernimmst (sogenanntes „Echoing“), rutschst du ein Stück weit weg von dir. Und das ist ja genau das Gegenteil von dem, was wir eigentlich schaffen wollen.

Als Grundsatz können du und ich auf jeden Fall festhalten: Je mehr wir uns mit Dramen und Konflikten beschäftigen, desto schwerer finden wir in unsere Mitte, unsere Stärke und unsere Energie. Schau also am besten mal hin, wo du in deinem Leben vielleicht mal ein wenig aus den Krisen heraustreten kannst und stattdessen deinen inneren Frieden fördern.

7. Lebst du in der Stadt, dann lebt die Stadt in dir

Wenn du Glück hast, lebst du an einem Ort und in einer Umgebung, die dir viel inneren Raum ermöglicht. Falls nicht, und du wie ich aktuell in einer größeren Stadt lebst, dann sollte dieser siebte Punkt für dich genauso relevant sein wie für mich.

Ich bin überzeugt davon, dass das Stadtleben (hier aber sehr wahrscheinlich eher Groß- als Kleinstadt) in Bezug auf unseren Zugang zu uns selbst wirklich toxisch ist! Und das nicht nur buchstäblich durch Abgase, Zigarettenrauch, Müll, viel zu viel Lärm und Hektik. Vor allem, glaube ich, hocken wir Menschen hier einfach etwas zu eng aufeinander. Es fehlt der Platz zum Zurückziehen. Zum Wachsen und Gedeihen. Zum Abschalten und Durchatmen.

Ich meine, schau dich mal im Sommer in einem Berliner Park um. Da ist die Hölle los. Die meisten Menschen wollen bei Wärme und Sonnenschein einfach nur nach draußen. Völlig verständlich! Aber ein stilles Plätzchen zum Sonnenbaden und Energietanken lässt sich so eigentlich nicht finden.

Natürlich gibt es aber gute Gründe, den aktuellen Wohnort erstmal zu behalten. Also lass uns mal überlegen, wie wir uns trotzdem Räume zum Wachsen und Gedeihen suchen können.

Erschaffe dir EchtIchGefühl-Orte

Da wären zum Beispiel Spaziergänge im Umland. Meistens lohnt es sich schon, ein bisschen hinter die Stadtgrenzen zu fahren, um dort ein stilles Plätzchen zur Erholung zu finden.

Ich packe mir ansonsten auch gerne schöne Musik oder anregende Gedanken auf die Ohren, wenn ich in der Stadt unterwegs bin. So fühle ich mich zumindest ein Stück weit in meiner eigenen Welt.

Auch der eigene Balkon bietet ggf. Raum, um dir dort eine kleine Oase zu schaffen. Hoffentlich zeigt er nicht in Richtung Autobahn. Das wäre dann schon eine größere Herausforderung…

Letztlich geht es bei diesem Punkt auch wieder um Bewusstheit.

Das Stadtleben saugt eine Menge Energie aus uns raus. Lass uns also versuchen, bewusst Ausgleichspunkte und -orte zu erschaffen, die uns wieder Energie schenken und uns dabei helfen, mehr in unsere Mitte zu finden.

8. Es ist Zeit, dein Ego kennenzulernen

Okay, dieser Punkt könnte wahrscheinlich gleich mehrere Artikel füllen. Ich halte mich kurz…versprochen!

Ich liebe es, mich mit meinem Ego zu beschäftigen. Es hat mir einfach schon so viele Antworten auf meine eigenen Verhaltensweisen, Konflikte und Probleme geliefert.

Ich kann dir auch versprechen, das hier wird nicht die letzte Stelle sein, an der ich auf dein und mein Ego eingehe!

Um dich dir und deiner Mitte zu widmen und deinem EchtIchGefühl etwas näher zu kommen, musst du sehr wahrscheinlich an deinem Ego vorbei. Stell dir dein Ego vor wie einen inneren Krieger, der auf dich aufpasst und dich vor äußeren Eindringlingen schützt. Leider will das Ego alles abwehren und ist nicht sehr geübt darin zu unterscheiden, welche Einflüsse uns wachsen lassen würden und wo es auch mal gut ist, die Fäuste zu heben (also natürlich die imaginären inneren Fäuste).

Es lohnt sich also, mal die Beobachter-Perspektive einzunehmen und zu versuchen, dein Ego auf frischer Tat zu ertappen.

Das geht zum Beispiel los bei deinem Aussehen – deiner Optik. Ich habe festgestellt, dass ich mir selbst und meinem inneren Kern ein ganzes Stück nähergekommen bin, als ich angefangen habe, mein Aussehen etwas loszulassen.

Das ganze Schminken, Haare machen, Klamotten raussuchen, passende Schuhe finden, usw… Das kann nicht nur echt anstrengend werden, sondern es war auch Teil meines Selbst. Wehe, ich war mal krank und der Paketbote kam vorbei… KATASTROPHE! Ich sah ja aus wie eine Leiche!

Ich kann nur sagen, ich hab mich echt daran gewöhnt, wie ich so aussehe, wenn ich nicht zurecht gemacht bin. Und das ist sooo viel stressfreier!

Aber auch an anderen Stellen tanzt unser Ego einen Kriegertanz direkt vor unserer Nase und nimmt uns die Sicht auf uns selbst. So zum Beispiel in Konfliktsituationen. Wenn wir, anstatt aus der Kritik oder aus einem Problem zu lernen und zu reifen, sofort in den Kampfmodus oder die absolute Beleidigkeit rutschen.

Gleiches gilt für Dinge, die wir tun, um Eindruck zu machen oder damit jemand anderes stolz auf uns ist. In all solchen Fällen sind wir meist meilenweit weg von unserem inneren Kern und unserem Gefühl zu uns selber. Vielmehr ackern wir im Außen, mühen uns ab und haben am Ende doch gar keinen Einfluss darauf, ob die andere Person das tatsächlich zu würdigen weiß.

Das Ego ist einfach kein guter Berater, wenn es dir ein Anliegen ist, mehr zu dir zu finden!

Lass uns also zumindest mal damit anfangen, den Scheinwerfer darauf zu richten und in die Bewusstheit zu gehen. Das ist der erste und wichtigste Schritt in Richtung EchtIchGefühl!

9. Löse dich von deinem Zeug

Bist du eine Sammlerin oder eher eine Minimalistin? Ist deine Bude voll oder eher übersichtlich? Ich glaube, auch hier steckt ein wichtiger Meilenstein drin auf dem Weg zu uns selber.

Je mehr du dich über deine Sachen definierst – und ich habe hier extra Zeug geschrieben, weil das Ansammeln auf allen möglichen Ebenen stattfinden kann –, desto mehr bist du im Außen und nicht bei dir selber.

Ist es deine Wohnung, die bis oben hin mit Möbeln, Deko, Schnickschnack oder Büchern vollgerümpelt ist. Oder ist es dein Kleiderschrank, der seit Jahren aus allen Nähten platzt. Oder kannst du dich vielleicht nicht von alten Kindersachen trennen? Aber auch dein Handy oder Computer können voll mit Zeug sein.

Wenn wir an Dingen anhaften, dann stelle ich mir das so vor, als wäre ich an diesen Dingen festgenäht. Ich schleife dann meinen Haufen Bücher sowie meinen Haufen an Klamotten sowie alle meine Möbel den lieben langen Tag hinter mir her. Absolut anstrengend!

Stell dir selbst mal die Frage, welche drei Dinge du unbedingt behalten, also retten wollen würdest, wenn dein Haus oder deine Wohnung abbrennt. Wenn du das Gedankenspiel ernsthaft betreibst, würde die Wahl wahrscheinlich nicht schwerfallen. Und das ist auch gut so!

Wenn wir wirklich nah bei uns selbst sind, brauchen wir nicht viel.

Ich komme eigentlich immer wieder auf den Punkt zurück, dass ich vor allem liebe Menschen um mich herum brauche. Und ab und zu ein gutes Buch, das mir neue Inspiration gibt. Aber meine Cappuccino-Tassen würde ich definitiv verkokeln lassen, wenn es drauf ankäme!

Ich liebe es, von Zeit zu Zeit alle Bereiche meines Lebens zu entrümpeln. Das gibt mir Leichtigkeit und hilft mir, die Wertigkeiten in meinem Leben wieder geradezurücken. Vielleicht hast du das ja auch schon mal ausprobiert. Falls nicht, mach das auf jeden Fall mal!

10. 100 Sozialkontakte können stressen

Last but not least und weil ich gerade eben auch die lieben Menschen erwähnt habe: Lass uns mal deine Sozialkontakte anschauen. Du könntest jetzt denken: „Moment mal, Kathi. Eben sagst du noch, Menschen sind so wichtig und jetzt soll ich meine Sozialkontakte streichen…hä?!“.

Ich verstehe die Verwirrung. Lass mich hier Klarheit schaffen…

Na klar sind liebe Menschen eine absolute Bereicherung für unser Leben! Und im besten Fall helfen sie uns sogar dabei, näher zu uns selbst zu finden. Durch gute Gespräche, inspirierende Begegnungen und wohlwollende Unterstützung.

ABER: Wenn wir uns bis oben hin vollladen mit Menschen, die einfach nur so in unserem Leben sind – vielleicht, weil sie nett sind….manchmal aber noch nicht mal das –, dann hält uns das davon ab, mehr bei uns zu sein.

Vielleicht kennst du ja das Gefühl von Sozialstress… Also, das Gefühl, dass sich jede Verabredung wie ein Termin anfühlt… schwer und stressig. Ich bin der Meinung, so sollte das auf gar keinen Fall sein. Das ist also ein sehr gutes Anzeichen dafür, dass du zu viele Sozialkontakte hast, die sich aber scheinbar nicht alle super befruchtend, wohltuend und bereichernd anfühlen.

Fühl also mal in dich rein. Am besten für jeden einzelnen deiner Kontakte. Warum triffst du die Person? Freust du dich darauf? Fühlst du dich danach gut? Tut dir der Kontakt gut?

Wenn du das alles mit Ja beantworten kannst, dann scheint das wirklich ein Herzensmensch für dich zu sein. Falls nicht, dann lohnt es sich, den Kontakt in Frage zu stellen und dich vielleicht beim nächsten Mal für dich und Zeit mit dir zu entscheiden, anstatt für ein Treffen mit dieser Person.

Falls du auf diese Weise noch nie über deine Sozialkontakte nachgedacht hast, dann klingt das vielleicht erstmal hart. Das verstehe ich total!

Ich kann nur von mir sagen, dass ich enorm viel Leichtigkeit gewonnen habe, seit ich mich (fast) nur noch mit meinen Herzensmenschen umgebe. Vielleicht ergeht es dir ja ähnlich.

Innerer Hafen

Was entfernt dich von dir selbst?

Soooo meine Liebe. Das waren erstmal die 10 Dinge, die sich für mich zuletzt so angefühlt haben, als würden sie mich von mir selbst fernhalten. Vielleicht konntest du dich in dem einen oder anderen Punkt wiederfinden.

Ich glaube, man kann diese Liste noch deutlich erweitern. Der Text ist aber jetzt schon sehr lang. Daher belasse ich es erstmal hierbei…

Was mich allerdings sehr interessiert, ist, welche Dinge und Orte dir vielleicht noch einfallen, die dich eher von dir selbst entfernen, als dich in deine Mitte zu bringen. Was ist dein ganz persönlicher „EchtIchGefühl-Killer“?

Oder hast du mit einem von meinen Punkten ganz andere Erfahrungen gemacht? Schreib mir das gerne. Das interessiert mich sehr!

In jedem Fall helfen uns solche Überlegungen und Erkenntnisse dabei, diese „EchtIchGefühl-Killer“ mehr und mehr aus unserem Leben zu streichen. Oder zumindest zu meiden. Vor allem, wenn wir bewusst mit diesen Dingen umgehen, können wir besser zu uns selber finden und damit auch in eine Leichtigkeit und Zufriedenheit.

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Hi! Ich bin Kathi!

Ich stecke hinter EchtIchGefühl und bin hier deine Augenöffnerin, Mutmacherin und Klartextrederin. Vor allem aber glaube ich an dein einzigartiges Potential, das unbedingt da draußen in die Welt gehört, anstatt in deinem hübschen Köpfchen (oder wo auch immer es wartet) zu versauern!

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